Kind liest kaum? Zwei Gründe, warum Eltern beruhigt sein können
Zwei Erkenntnisse aus einem pädagogischen Vortrag, die Eltern beruhigen: Warum reine Bücherpräsenz und physische Bücher wichtiger sind als gedacht.
Während des Packens für unseren Umzug nach Spanien kam die Frage auf: Welche und wie viele Bücher nehmen wir mit? Überhaupt welche? Die Schule wird doch wohl Bücher stellen. Und ich hatte ohnehin ständig an der Übergepäckgrenze gekämpft und versucht, jedes Kilo zu optimieren und zu minimalisieren. Ich habe mich dann - da wir ja nicht so eine Gepäckwaage von Globetrotter oder ähnlichen Campingausstattern haben - mit ausgesetztem Rücksack auf meine normale Waage gestellt.
Eine Anekdote aus dem Schulalltag
Aber zum Thema Bücher und Schule fällt mir gerade eine Anekdote aus meinem Schulalltag ein:
Das Kennenlernen einer neuen Klasse war für mich als Lehrer immer besonders spannend; insbesondere von Klassen, die neu gestartet sind und die SuS (Lehrer-Abkürzung für Schülerinnen und Schüler) sich noch nicht kannten. Zu diesem ersten Termin kamen alle Beteiligten, auch ich, pünktlich und man wurde von zwischen 14 und 33 Schülern erwartungsvoll beobachtet. Diesen Moment habe ich gerne, freundlich lächelnd und in die neue Runde schauend, ein wenig in die Länge gezogen; ich wollte mal sehen, was so passiert. Es entstand immer eine ruhige Atmosphäre, eine Art meditative Basis für die kommende Zeit. Insbesondere war dieses Spiel besonders effektiv, wenn man als Klassenlehrer angetreten war.
In diesen ersten Tagen hat sich über die Jahre immer ein ähnliches Muster gezeigt: es gab immer eine kleine Gruppe, die in den Pausen oft im Klassenraum geblieben ist und gelesen hat; fast immer Mädchen, zwischen 1-3 Schülerinnen. Irgendwie komisch, aber natürlich fand ich das immer sehr sympathisch – man hat das Gefühl, dass diese Kinder und Jugendliche im Leben klarkommen werden - und wir haben immer kurz über die Bücher gesprochen. Und es war ganz klar nicht immer der „Nerd“-Typ, der gelesen hat.
Zwei Erkenntnisse, die Eltern beruhigen
Die neue Schule meines Sohnes hat Vorlesungs-Serie „Pedagogical Talk“, für alle gedacht, ausschließlich von Eltern besucht, zu pädagogischen Themen gestartet. Eine schöne Idee. Die erste Veranstaltung behandelte genau das Thema: Nurturing your child's love of reading.
Hier meine zwei „Takeaways“ und warum ich jetzt wieder etwas beruhigter bin: